UPdate 18. Oktober 2009 / Hier einige Zeilen zum Ridge 


Der Ridge

Ihm verdankt die Rasse ihren Namen. Der Ridge wird durch einen Streifen in die Gegenrichtung wachsendes Haar gebildet, mitten auf dem Rücken. Am vorderen Ende befindet sich die „Box“, die genau hinter den Schulterblättern beginnt und symmetrisch geformt ist. Sie kann rund, herzförmig, oval, rechteckig oder quadratisch sein und muss zwei symmetrisch angeordnete Kronen oder „Crowns“ aufweisen. Der ideale Ridge ist gleich hinter der Box ungefähr 5 cm breit und verläuft, sich gleichmäßig verjüngend bis zu einem Punkt in Höhe der Hüften. Die Länge der Box darf nicht mehr als ein Drittel der Gesamtlänge haben.
Der Ridge hat keinerlei Funktion und die damaligen Großwildjäger werden auf dieses Merkmal keinen besonderen Wert gelegt haben. Bei der Aufstellung von Rassemerkmalen durch eine Anzahl von Liebhabern wurde der Ridge als besonderes Merkmal notiert. Dies geschah auf Initiative der Familien Peard, Dickson und Barnes. Ungefähr im Jahre 1920 ließ das Interesse an Safaris bedeutend nach. Die Zahl der Löwenjäger nahm schnell ab und auch ihre Hunde wurden weniger gezüchtet. F.Barnes berief im Jahr 1922 eine Versammlung in Bulawayo ein und dort wurden, nach dem Vorbild des Standards für Dalmatiner, die Richtlinien für die Zucht ridgetragender Hunde festgehalten. Bei dieser Gelegenheit gründete Barnes des ersten Club für die Rasse, den wir heute noch als Parent Club kennen. Durch seinen Einfluss wurde sowohl der Club, wie auch derRassestandard durch die Kennel Union South Africa (KUSA) anerkannt. So wurde der Ridge das besondere Kennzeichen der Rasse und ist somit auch besonders wichtig für die Zucht und das Ausstellungsgeschehen.

Inzwischen sind neben dem Rhodesian Ridgeback noch andere Rassen mit einem vergleichbaren Rückenfellstreifen bekannt. Unter anderem der Thai-Ridgeback, der 1993 durch die F.C.I. anerkannt wurde. In verschiedenen afrikanischen Ländern sind Populationen mit dieser Besonderheit zu finden. In Namibia der „Kaokaland Jagdhund“, bei Zulustämmen der „Isiqha“, bei Bantu und Hottentotten die „Nguni“ Jagdhunde. Auch auf einer Insel im Golf von Siam namens Phu Quoc gibt es einen „Phu Quoc Windhund“. Der Letztgenannte wurde ungefähr 1890 nach Frankreich gebracht und auf einer Ausstellung angekört. In dem 1904 erschienenen Buch „Hunderassen“ von H.A. Graf von Bylandt gibt es eine Beschreibung dieser Rasse mit einer Zeichnung von 1895.

Ein Welpe ohne Ridge wird NIEMALS einen bekommen! Auch die Anzahl der Crowns verändert sich niemals!

Quelle: Jan Coppens, Hundewelt 2000    Übersetzung: F. Grosshans Juni 2001

 



 

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Rhodesian Ridgeback in Not e.V.